Spargel

Die Spargelsaison ist eröffnet!

Einladungen nach Hause werden immer seltener. Der Trend, keine Gäste einzuladen, liegt daran, dass viele Gastgeber die Arbeit und die Gastgeberpflichten scheuen.

Wenn es Ihnen auch so geht, ist die Spargelsaison ideal, um spontan zum Spargelessen einzuladen. Sie benötigen: gut gelaunte Gäste, guten Spargel, vielleicht etwas Schinken und/oder Rührei, guten Wein sowie frisches Baguette – fertig. So können Sie Gäste empfangen, ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen. Haben Sie keine Angst vor der Gastgeberrolle! Weiterlesen

Pech

Freitag, der 13te: Lästiges Ritual?

Auf der Beliebtheitsskala rangiert er ganz weit unten. Weil er eben Pech und Unglück bringen soll: Freitag, der 13te. Um das Datum ranken sich Sagen und Mythen, ganze Filme aus dem Horror-Gerne handeln davon. In vielen westlichen Kulturen steht Freitag, der 13., für Unglück. In diesem Jahr haben wir diesen ach so furchtbaren Tag direkt zweimal – im April und Juni. Ob Sie abergläubisch sind oder nicht: Für Sie bietet er auf jeden Fall geeigneten Stoff, um Small Talk in Gang zu bringen oder auch zu halten. Weiterlesen

SMS

Feriengrüße per SMS – ist das höflich?

Mit den Osterferien steht die erste ganz große Reisewelle des Jahres vor der Tür. Vor wenigen Tagen hat mich eine gute Freundin darauf angesprochen, dass heutzutage scheinbar niemand mehr Ansichtskarten aus dem Urlaub verschickt. In den meisten Fällen kommt eine SMS, eine WhatsApp-Nachricht oder einfach nur eine Meldung per Facebook oder Instagram. Das war es. Aber ist das noch höflich? Und muss man eigentlich noch Ansichtskarten verschicken, wenn es im Gegenzug nur mobile Nachrichten aus dem Urlaub gibt? Weiterlesen

Blumenstrauß

Immer nur rote Rosen? Der kleine Knigge zum Valentinstag.

Mitte Februar herrscht Hochkonjunktur bei den Floristen. Und beim Fleurop-Onlineversand gehen die Server in die Knie. Da Blumen traditionell die Sprache der Liebe sind, ist am 14. Februar, dem Valentinstag, besonders viel los. Nur: Ist dieser Tag wirklich nur eine Erfindung des Einzelhandels, wie böse Zungen behaupten? Und müssen es eigentlich wirklich immer rote Rosen sein? Weiterlesen

Prosit Neujahr!

Anstoßen an Silvester: Ein Stilbruch?

Es ist immer noch eine beliebte Tradition: zum Jahreswechsel um Mitternacht mit einem Glas Sekt oder Champagner anzustoßen. Und wer dann ein Mineralwasser in der Hand hält, bleibt beim fröhlichen Klirren der Gläser kurz außen vor. So weit, so gut? Nein, nach modernen Knigge-Regeln läuft hier tatsächlich einiges falsch.

Das Wichtigste vorweg: Zuprosten mit Mineralwasser oder anderen nicht-alkoholischen Getränken ist mittlerweile erlaubt. Denn wäre es höflich, jemanden aus der Gemeinschaft auszuschließen, weil er – warum auch immer – keinen Alkohol trinkt? Wohl kaum! Ob jemand Wasser oder Apfelsaft trinkt, ob das Glas einen Stiel hat oder nicht, ist in einer solchen Situation nebensächlich: Wenn Sie in einer Runde zuprosten oder anstoßen, sollten Sie dabei niemanden ausschließen – Stiel hin, Apfelsaft her. Weiterlesen

Weihnachtsmotiv

Der Weihnachtsmarkt-Knigge

Eigentlich sollte ein Weihnachtsmarktbesuch doch einfach nur etwas Besinnliches und Schönes sein. Ein entspannter Freizeitspaß eben. Doch wo oft viel Alkohol getrunken wird, spülen viele Menschen zeitgleich auch die guten Manieren mit herunter – vor allem auf dem Weihnachtsmarkt. Und so gerät die Zeit zwischen Glühweinbude und Bratwurststand oft zum Spießrutenlauf in Sachen schlechtes Benehmen. Weiterlesen

Kaffeemotiv

Darf man den Kaffeelöffel ablecken?

Es klingt kurios, aber diese Frage bekomme ich fast in jedem meiner Knigge-Seminare gestellt. Auf der anderen Seite ist das Interesse an diesem Thema nachvollziehbar. Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen. Und die Kaffeekultur hat sich enorm entwickelt. Wo es früher nur Filterkaffee gab, ist das Angebot mittlerweile riesig – vom Espresso bis zum Café Latte und in unzähligen, aromatisierten Variationen. Weiterlesen

Reise_Motiv

Kleider machen Leute – auch auf Reisen

Auch wenn die offiziellen Schulferien schon ein paar Tage vorbei sind, gerade im September und Oktober sind noch viele Menschen unterwegs, um fernab von Essen noch ein bisschen Sonne zu tanken. Was müssen Sie auf jeden Fall in Ihren Koffer packen? Natürlich gute Laune, Humor, Mut und manchmal auch Geduld. Und eben auch die Bereitschaft sich durch die widrige Umstände nicht den Spaß nehmen zu lassen. Tagelang schlechtes Wetter? Kein Grund sich dadurch den Urlaub vermiesen zu lassen. So sah es auf jeden Fall Adolph Freiherr von Knigge. Weiterlesen

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Knigge und die Sonnenbrille

Gerade in der warmen Jahreszeit ist sie mein treuer Begleiter: die Sonnenbrille. Ihrer auch? Sie ist oft schick, mal groß und auffällig, mal klein und dezent. Gerade wenn die Sonne richtig kräftig scheint, ist sie überaus nützlich. Und trotzdem können Sie mit einer Sonnenbrille so einiges verkehrt machen.

Gerade in Gesprächssituationen ist die Sonnenbrille ein heikles Thema. Generell gilt: Sobald Sie ein Gebäude betreten, sollten Sie die Sonnenbrille abnehmen. Wenn Sie Menschen treffen – gerade bei einem Erstkontakt oder bei der Begrüßung – sollten Sie die Sonnenbrille abnehmen. Lassen Sie die Brille auf, so signalisieren wir: Ich habe etwas zu verbergen. Wollen Sie so eine unschöne nonverbale Botschaft absenden.

Es gehört zu unserer Kultur, dass man sich beim Gespräch immer wieder in die Augen schaut. Natürlich gibt es Ausnahmen. Wenn Sie in einem Straßencafé sitzen und die Sonne wirklich unangenehm blendet, dann fragen Sie einfach: „„Es fällt mir schwer, gegen die Sonne zu schauen. Stört es Sie, wenn ich meine Sonnenbrille aufsetze?“

Je besser Sie Ihr Gegenüber kennen, desto eher dürfen Sie die Sonnenbrille bei einem Gespräch auflassen. Wenn Sie also mit guten Freunden beim Grillen im Garten sitzen, dann brauchen Sie sich keinerlei Gedanken zu machen. Komplett unproblematisch sind übrigens leicht getönte Sonnenbrillen: Wenn Ihr Gegenüber durchgehend Ihre Augen sehen kann, dann darf die Brille natürlich aufbleiben.

In beruflichen Situationen sollten Sie die Sonnenbrille tendenziell lieber abnehmen. Und: Pflegen Sie Ihre Brille. Sie sollte keine Fettflecken und keine sichtbaren Kratzer aufweisen. Bewahren Sie sie am besten in einem schlichten Hartschalenetui auf. Und in eine gute Sonnenbrille, die zu Ihrem Typ passt, sollten Sie ruhig etwas Geld investieren. Mit einer modernen Sonnenbrille können Sie selbst konservativer Kleidung eine moderne Note verleihen. Und andersrum lässt Sie eine klassische Brille selbst in legerer Freizeitkleidung seriös wirken.

Mein Tipp: Lassen Sie sich auf jeden Fall von einem guten Optiker und oder auch einer Stilberaterin unterstützen.

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Der kleine Brot und Brötchen-Knigge

Es gibt eine denkbar einfache Möglichkeit, im Urlaub schnellstmöglich klar zu machen, dass Sie aus Deutschland kommen. Bestreichen Sie einfach zum Mittag- oder Abendessen ihr Brot oder ihr Brötchen mit Butter und beißen Sie dann herzhaft ab. Lecker? Möglicherweise. Trotzdem ist es eine absolute Unsitte, die bei uns immer noch weit verbreitet ist. In Südeuropa gibt es tatsächlich den dazu passenden Witz: Wie erkennst du einen Deutschen im Restaurant? Er bestreicht sich sein Brot und beißt dann davon ab.

Tatsächlich gibt es klare Regeln, wie Sie zum Mittag- oder Abendessen Ihr Brot essen dürfen. Nehmen Sie ein Stück Brot oder ein Brötchen und legen Sie es auf den kleinen Brotteller links neben Ihr Gedeck. Dazu passt dann noch ein kleines Stück Butter oder vielleicht etwas Dip. Brechen Sie dann ein mundgerechtes Stück Brot oder Brötchen ab, bestreichen Sie es mit dem Buttermesser und befördern Sies in den Mund. Erst dann brechen Sie das nächste Stück ab, arbeiten Sie keinesfalls auf Vorrat. Ganz offiziell spricht der Knigge-Experte hier von der sogenannten „Bröckchen-Technik“.

In italienischen Restaurants gibt es noch eine kleine Zusatzregel. Hier steht oft in der Tischmitte ein Schälchen mit Olivenöl oder Balsamico. In dieses Schälchen dürfen Sie Ihr abgebrochenes Stück Brot oder Brötchen gerne hineintunken und dann verzehren. Diese Sitte stammt tatsächlich aus dem Mittelalter. Damals gab es noch keine Möglichkeiten, Brot zu konservieren, es wurde daher schnell hart. Die einzige Möglichkeit, das Brot ohne Zahnschäden zu verzehren, war das Eintauchen in Olivenöl. Und das schmeckt nicht nur gut, sondern entspricht auch den Knigge-Regeln.

Das Frühstück ist die große Ausnahme. Hier dürfen Sie das Brot oder Brötchen nach Herzenslust bestreichen, um es dann in die Hand zu nehmen und davon abzubeißen. Aber: Direkt nach dem Frühstück gilt die „Bröckchen-Technik“. Und das wirklich weltweit. Oder möchten Sie, dass in Restaurants in Südeuropa Späße auf Ihre Kosten gemacht werden?